Besuch zur Weiberfastnacht (Kurzgeschichte von Max Georg) Wieder einmal hatte ich einen Termin bei der Lady, und ausgerechnet zur Weiberfastnacht. Da ist man doch froh in Berlin zu sein und nicht in „Kölle“ am Rhein. Hier braucht man wenigstens nicht Sorge zu haben, dass angetüterte Weiber mit Scheren hantieren und wohlmöglich in Ermangelung eines Schlipses an anderen Habseligkeiten herumschnippeln. Nun bin ich bei meinen Besuchen bei Lady Lucy stets gespannt in welchem Outfit sie mich empfangen wird. Eigentlich gefällt sie mir immer, ganz gleich was sie trägt. Mal ist es ein kurzes schwarzes Kleid, mal eine Lederkorsage oder auch mal ein superkurzer Kittel, der sich nicht ganz zuknöpfen lässt. Ihre Füße bzw. Beine stecken manchmal in hochhackigen Pumps, manchmal aber auch in Stiefeln. Besondere Wünsche bezüglich Kleidung habe ich nicht, aber auf ihren Anblick bin ich schon gespannt. Zur Faschingszeit habe ich sie nun auch nicht gerade in einem Jeckenkostüm erwartet und glaubte nicht, dass sie mir als Häschen, Harlekin oder Teufelin die Tür öffnet. Wir sind ja, wie schon gesagt nicht in einer Hochburg des Karnevals. Und dennoch empfing sie mich kostümiert, ich war vielleicht überrascht.  Die Lady ist ein bildhübsches Weib, aber als Krankenschwester der 60-er Jahre sah sie einfach süß aus. Ich bin ja schon ein älterer Jahrgang und in meiner Jugendzeit trugen Krankenschwestern eben solch eine Kleidung. In meiner Teenagerzeit, früher sagte man einfach: „der ist halbstark“, lag ich in einem Krankenhaus und bekam täglich eine Penicellinspritze in das entblößte Hinterteil. Auch damals gab es hübsche junge Krankenschwestern, und so wurden beim täglichen Spritzen natürlich auch erotische Fantasien bei dem pubertierenden Bengel, der ich damals war, geweckt. Daran musste ich beim Anblick von Lady Lucy denken, aber ihre Nähe verscheuchte die Gedanken an die Vergangenheit und holte mich sofort in die Gegenwart zurück. Natürlich gab ich ihr sofort wieder Anlässe mir eins auf die Finger zu geben, und das tat sie reichhaltig und nicht gerade ungern. Vom „zartem Geschlecht“ ist in diesen Momenten bei ihr nicht viel zu merken. Schließlich gab sie sich jedoch mit meinen Handflächen nicht mehr zufrieden, ich musste auf den Strafbock. Erinnerungen an unser erstes Date wurden wach. Damals war sie mir mit verführerischem Lächeln ganz nahe gekommen. Aber ich hatte jeweils die Rechnung ohne die Lady gemacht. Jedes Mal, wenn ich sie zu küssen versuchte, war sie schon wieder weg. Dieses Katz-und-Maus-Spiel wollte sie offensichtlich heute wiederholen. Jedoch diesmal hatte sie die Rechnung ohne den Sklaven gemacht. Zwar wollte sie wieder blitzschnell weg sein, und das war sie auch, aber nicht weit genug. Heute hatte ich mehr Bewegungsfreiheit als damals, ich war ja nicht festgeschnallt. So gelang es mir doch noch ihren Mund, genauer gesagt einen Teil ihrer Lippen zu erreichen. Nur ganz kurz, aber samtweiche Lippen spürte ich schon. Die Freude währte nur kurz. Eine Domina, bei der es einer gewagt hatte sie zu küssen, ist natürlich sofort in heller Empörung. Zweimal 25 lautete auch daraufhin ihr Urteil, welches auch gleich vollstreckt werden sollte. Mein Versuch die 50 Hiebe etwas herunterzuhandeln ging völlig daneben. Er endete schließlich mit einer Aufstockung auf 75. Wir Männer ziehen beim Diskutieren mit einer Frau sowieso immer den Kürzeren. Das liegt nun nicht am geringeren Wortschatz, der uns zur Verfügung steht. Nein, im männlichen Gehirn sind bestimmt ebenso viele Begriffe gespeichert wie bei den Frauen. Nur können Frauen diese Wortmenge effektiver einsetzen. Erst einmal reden sie viel schneller als wir Männer, weshalb sie viel mehr Sätze pro Minute reden können. Außerdem brauchen sie beim Sprechen keinerlei Pausen. So bremsen Ein- und Ausatmen auch nicht den weiblichen Redefluss. Nun aber erst einmal eine Domina. Diese hat neben ihren Worten ja auch noch ein ganzes Arsenal an Züchtigungsinstrumenten zur Argumentation parat, und setzt diese auch gern und recht reichhaltig ein. Jedes Aufbegehren ist somit bei der Herrin von vornherein zum Scheitern verurteilt. So braucht Lady Lucy auch gar nicht erst eine Quasselstrippe zu sein, und sie ist es ja, Gott sei Dank, auch nicht. Meine Bitte nach einer kleinen Zuckerbrotpause erwiderte die Lady mit der Frage: „Haben wir denn ein Wunschkonzert?“ Natürlich hatte ich bei meiner Bitte auch einige zärtliche Streicheleinheiten im Kopf. Aber nichts gab es da. Meine Ansicht, dass ich doch Gast sei, als solcher König wäre, und somit mir die Gewährung und Erfüllung von Wünschen doch auch zustehen würde, teilte sie einfach nicht. Natürlich sah die Lady immer alles ganz anders. Wünsche ständen eben nur richtigen Gästen zu, meinte sie. Damit lehnte sie meine Bitte um eine Pause ab, und erhöhte die Anzahl der Hiebe wegen „meiner Aufmüpfigkeit“ gleich noch einmal um weitere 25 Schläge. Es war mir schon bereits vor einigen Besuchen aufgefallen, dass Lady Lucy nicht mehr in 10-ner Schritten wie früher zählt, sondern neuerdings immer gleich Vielfache von 25 bildet. Wenn die Lady sich im Recht fühlt, und das fühlt sie sich ja immer, wird kein einziger Schlag erlassen oder milder ausgeführt. Im Gegenteil die letzten nehmen noch an Schärfe zu. Verhandlungen gehen immer ins Leere und bleiben erfolglos. Hiebe, die so richtig gesessen haben, veranlassen die Lady ihr liebevolles Lächeln in ein zufriedenes zu wechseln. Das geschieht immer dann wenn das Hinterteil bei einem Schlag so richtig zuckt oder ein „Au“ nicht unterdrückt werden kann. Ja, die Lady mit dem liebevollen Blick und dem Engelsgesicht kann auch eine ganz schöne Teufelin sein. Hierfür braucht sie auch nicht erst ein entsprechendes Karnevalskostüm anzuziehen. Das musste auch einmal gesagt werden, auch wenn mir das sicher schon wieder die ersten 25 bei meinem nächsten Date mit ihr einbringt. Vergesslich ist sie diesbezüglich nie. Nach den ersten 100 Schlägen mit einem Rohrstock, den sie in weiser Voraussicht stundenlang gewässert hatte, war jetzt die „Aktion Prügelbock“ beendet, aber damit mein Leidensweg noch keinesfalls. Nur kurz gab es ein paar tröstende Worte und zärtliche Streicheleinheiten. Dann hieß es: „Los, leg dich aufs Bett, Bauchlage gefälligst!“ Jetzt fühlte ich mich aber doch an den schon erwähnten Krankenhausaufenthalt erinnert. Sehnsüchtig erwartete ich damals immer die Schwester, die mit zarten Fingern die Stelle am Hinterteil desinfizierte, die für den Einstich der Spritze vorgesehen war. Selbst auf diese freute ich mich, wenn eine der Schwestern das mit einem Klaps verband. Peinlich wurde es nur wenn ich beim Hochziehen der Hose meine Erektion nicht verbergen konnte. So sind eben Jungen in dieser Altersstufe. Lady Lucy begann jetzt mit dem Hochpumpen des Bettes um mich in eine günstige und effektive Schlagposition zu bringen. Anders als damals hielt nun die Schwester keine Penicillinspritze, sondern eine Reihe von Riemenpeitschen in den Händen bereit. Der Anblick holte mich natürlich sofort in die gegenwärtige Realität zurück. Jetzt ging es ihr nicht um Erziehung und Bestrafung. Nein, sie wollte erst einmal die Wirksamkeit dieser Peitschen am Zucken meiner Straffläche und an geäußerten Schmerzenslauten testen. Zuerst versuchte sie die mit den Riemchen aus weichem Leder. Aber sofort erkannte sie, dass diese viel zu mild war. Dann hielt sie eine mit Metallriemchen in den Händen. Diese sah schon recht Angst einflößend aus, erwies sich aber dann doch als halb so schlimm. Da blieb noch die mit den Gummiriemen. Die hatte doch neulich so gut gezogen. Aber heute war das Hinterteil durch 100 Rohrstockhiebe bereits so gut vorgewärmt, dass auch diese Riemenpeitsche ihre gewünschte Wirkung verfehlte. Lady Lucy vergeudete nun nicht erst ihre Kräfte indem sie jeweils 25 Schläge erreichte. Sie hatte ja noch ganz andere Instrumente parat, die so richtig zu einer harten Züchtigung geeignet sind. Gezielt suchte sie jetzt einen der beiden Glasfiberstöcke aus. Dass der richtig zieht, darauf konnte sie sich verlassen. Selbstverständlich landete sie auch wieder bei der Ankündigung: „25“, „aber von jeder Seite“, ergänzte sie sofort. Wie erwünscht und erwartet konnte sie nun doch das Zucken des Hinterns bei jedem einzelnen der 50 Hiebe beobachten. Jedes Martyrium geht einmal vorbei, so auch dieses. Am Ende wurde Lady Lucy nun doch noch die liebevolle Krankenschwester, die das Leid ihres Patienten mildern wollte. Sie sprühte mein glühendes Hinterteil mit einer Flüssigkeit ein. Neben einem leichten Brennen spürte ich jetzt eine angenehme Kühle. Das tat so gut und Schmerz, sowie alles Leid waren sofort vergessen. |