Diese Geschichte als PDF zum Herunterladen oder Ausdrucken Der begossene Pudel (Kurzgeschichte von Max-Georg) Diesmal ging ich mit einem flauen Gefühl in der Magengegend zum Studio. Ich hatte Lucy mit einer weiteren Story überraschen wollen und das war gründlich in die Hosen gegangen. Natürlich ist in jeder Geschichte ein Anteil an Phantasie, aber im Verhältnis zur Wirklichkeit war es zu viel geworden und es waren ausschließlich Männerphantasien. Beim Denken an attraktive Frauen sind solche Ideen ja bei jedem gesunden Mann normal, aber nicht jeder ist so dämlich, das auch noch aufzuschreiben. Lucy war nach dem Lesen der Story regelrecht sauer. „In welchen Ruf bringt der mich?“ fragte sie sich. Entsprechend fiel ihre Antwort-E-Mail aus und sie verschaffte sich ihrer Empörung Luft. Völlig verdattert las ich ihre Zeilen und sie trafen mich wie Keulenschläge. Da bin ich nun schon Mitte dreißig, und dann leiste ich mir noch eine solche dumme Eselei. Vor Ärger über mich selbst hätte ich mich tagelang in den A…. beißen können. Nun klingelte ich am Studio und wurde auch von ihr hereingelassen. Kühl empfing sie mich und der eisige Blick riet mir, es mit einer Umarmung gar nicht erst zu versuchen. Sie zeigte in Richtung Bad. „Ich hole dich dort ab“, sagte sie wortkarg. Nun ließ sie mich regelrecht zappeln und ich stand minutenlang hinter der Badtür, bis sie endlich anklopfte und mich holte. Im Studio stand ich nun da wie ein begossener Pudel und kam mir vor wie ein Junge, der völlig unerfahren bei einem Mädchen zu weit gegangen war. Zerknirscht stammelte ich eine Entschuldigung. Eine Anrede vermied ich dabei, weil ich nicht wusste, ob ich weiter „du“ sagen durfte. Mit der Bemerkung, dass es eine Riesendummheit gewesen sei, streute ich mir noch zusätzlich Asche aufs Haupt. Meine Hilflosigkeit rührte sie schon beinahe und sie glaubte auch, dass mein Bedauern ehrlich gemeint war. „Aber nur nicht zu schnell verzeihen“, dachte sie, „wir Frauen neigen dazu, und dann ärgern wir uns, wenn diese Mistkerle gleich wieder obenauf sind.“ Für Lucy als Domina gab es natürlich nur die eine Schlussfolgerung; sie musste dem Kerl gehörig den A.. vollhauen. „Damit würde ihm ein für alle Mal eine Lehre erteilt werden“, glaubte sie. „Vor der Dresche gibt es sowieso keinen Schuldenerlass; der soll spüren, im wahrsten Sinne des Wortes, dass er sich nicht mit einem sanftem Heimchen, sondern mit einer Domina angelegt hat“, ging ihr durch den Kopf. Mit ernster und strenger Mine deutete sie auf den Bock. Mir war es jetzt lieber, sie würde mir den Hintern kräftig durchstriemen als mich weiter so verachtend kalt anzusehen oder einfach unbeachtet links liegenzulassen. „Wenn nur wieder alles gut werden würde“, hoffte ich.
Sie schnallte mich auch gar nicht fest. Ich nahm mir vor, die Schläge ohne Gejammer und Gezappel entgegen zu nehmen, auch wenn es viel Selbstbeherrschung erforderte. Lucy war zwischen Rage und verzeihender Milde hin und her gerissen. Immer wenn der Ärger wieder hochkam, ließ sie ein wahres Trommelfeuer von 5-6 Rohrstockhieben in sehr schneller Folge auf den Hintern prasseln, die erheblich wehtaten. Dann strich sie mit einer Hand über den Hintern, allerdings auch nicht allzu zärtlich. Das wechselte 4-5-mal. Dann legte sie den Stock beiseite und trat einige Schritte zurück. Vorsichtig drehte ich mich um, sah nach ihr, blieb aber auf dem Bock liegen. Erleichtert hörte ich ihre Worte:„Deine Strafe hast du nun weg, du hast sie ja auch recht tapfer ertragen und nun ist wieder alles ok.“ Wie gelähmt blieb ich auf dem Bock liegen. „Willst du mich nicht nun endlich mal begrüßen und zwar so liebevoll wie ich es von dir erwarten kann?“ Ich glaubte mich verhört zu haben. „Nun komm schon“, sagte sie, „ich sehne mich doch genauso nach der Umarmung wie du.“ Total glücklich sprang ich auf und rannte zu ihr. „Aber nicht ganz so stürmisch, wir sind doch keine 17 mehr“, meinte sie. Als ich sie dann in meinen Armen hielt, fiel dann doch eine große Last von mir, die mich tagelang so bedrückt hatte. „Eigentlich seid ihr Männer doch ganz liebe Kerle; Schuld ist doch nur der, mit dem ihr Männer denkt.“ Mit diesen Worten tippte sie verächtlich mit dem Finger auf den, den sie für den Bösewicht hielt. „Bei euch Männern geht es ja auch ganz ungerecht zu.“ „Der, der nichts Freches macht, kriegt die ganze Dresche ab“, mit diesen Worten streichelte sie mir liebevoll das glühende Hinterteil, „und dieser Frechdachs da muss sich nicht dafür verantworten, was er oft anrichtet.“ Den packte sie jetzt mit der einen Hand und gab ihm mit der anderen von links und von rechts je eine Schelle. Das tat zwar etwas weh, verfehlte aber seine Wirkung, denn mein bester Freund signalisierte, dass er zu neuen Schandtaten schon wieder bereit sei. Aber wir ignorierten den Tatendrang, denn solche Art der Aussöhnung mögen wir nun einmal beide nicht. Das taten wir lieber mit nicht enden wollenden Zärtlichkeiten und waren doch beide sehr erleichtert. „Meine süße Spätzin“, das hatte ich vorhin nicht einmal mehr zu denken gewagt, lächelte mir nun auch wieder mit ihrem schelmischen und verführerischen Blick zu. Ihre liebevollen Küsse und das sanfte Streicheln ihrer Hände genoss ich in vollen Zügen und gab auch gleiches reichlich zurück. Als sie mich dann ins Ohrläppchen biss und ich in ihr verschmitztes Gesicht sah, mussten wir doch recht herzhaft lachen. Jetzt konnten wir es wieder. Ich konnte mich heute einfach nicht von ihr trennen. Deshalb fragte ich sie, ob sie denn jetzt frei hätte und mit mir einen Kaffee trinken gehen könnte. „Ich schaue nur mal schnell in den Plan, ob das jetzt möglich ist“, sagte sie und verschwand kurz. Lächelnd kam sie zurück, nickte mir bejahend zu und rief: „Ich ziehe mich nur mal schnell um.“ Erst jetzt bemerkte ich, was sie überhaupt anhatte, es war ihr kurzes schwarzes Kleid mit ihren Stiefeln, das Outfit, in dem sie mir immer so gut gefiel. Vorhin hatte ich einfach keinen Sinn dafür gehabt, ich sah ihr immer nur in die Augen, ob da nicht doch ein verzeihender Blick erkennbar wäre. Aber sie hatte mich ja auch ganz schön lange zappeln lassen. Sie suchte ein kleines, hübsches Cafe aus. Das Aussuchen musste sie übernehmen, weil sie sich in der Gegend einfach besser auskannte. Hand in Hand schlenderten wir dorthin. In einer Ecke setzten wir uns an einen kleinen Tisch so, dass ich immer wieder ihre Hand ergreifen und zärtlich streicheln konnte. Man lernt es wieder zu schätzen, wenn man das bei einer lieben und außerdem noch so hübschen Frau tun darf. Und so hatte die Erfahrung des „begossenen Pudels“ doch noch sein Gutes gebracht. Wir tranken ein Kännchen Kaffee, aßen einen Eisbecher und beendeten die Stunde mit einem Glas Rotwein. Viel zu schnell war die Stunde, die uns vergönnt war, rum, aber ich verstand, dass sie auch pünktlich zurück sein wollte. Ich brachte sie noch zum Studio zurück und dann gab es wie immer eine Umarmung, ein Zuwinken, dann verschwand sie im Eingang. Überglücklich fuhr ich heim und freue mich aufs nächste Date. Bis bald, du süße Spätzin. |