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Der Wäschedieb

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Der Wäschedieb

(Kurzgeschichte von Max  Georg)

Spontan entschloss ich mich zu einem erneuten Besuch bei Lady Lucy. Ich hatte wieder in Berlin zu tun und war früher mit meinen Angelegenheiten fertig geworden als ich dachte. Jetzt hätte ich mich noch in der Stadt etwas umsehen können, aber ein Besuch bei der Lady war doch einem Stadtbummel allemal vorzuziehen. So rief ich Lady Lucy an und fragte nach der Möglichkeit  eines so kurzfristigen Termins. Das „Hallöchen“ am Telefon klang wieder sehr vertraut und zeigte, dass sie sich über meinen Anruf freute.

Im Studio ist heute Flaute, ich könnte sofort kommen und sie würde sich über meinen unerwarteten Besuch auch sehr freuen, erklärte sie mir. Das ließ ich mir nun nicht zweimal sagen und machte mich auch gleich auf den Weg zum Studio.

story-5-1Lieb lächelnd empfing sie mich und ließ sich auch zur Begrüßung von mir in den Arm nehmen. Wir kannten uns ja auch schon einige Zeit und sie war ja mit meinen Macken und Wünschen recht vertraut. Wir setzten uns auf die hohen Hocker im Flur und sie bot mir ein Mineralwasser an, das ich auch gerne annahm.

Aber ich wollte doch etwas näher an sie heranrutschen und da geschah mir ein Missgeschick. Ich weiß nicht wie es kam, dass ich das Glas mit dem Wasser umwarf. Der Inhalt ergoss sich fast vollständig auf Lucy und sie wurde doch recht nass. War mir das peinlich. Da will man bei einer so hübschen Frau weltmännisch sicher auftreten und dann zeigt man sich so trottelich. Mit Worten wie, „ist doch nicht schlimm“ und „kann doch mal passieren“, bagatellisierte sie den Vorfall.

Natürlich wollte sie sich jetzt erst einmal wieder trockene Sachen anziehen, denn ihr Schwesternkittel und ihre Wäsche drunter waren pitschnass. Das auf Tisch und Fußboden verschüttete Wasser trocknete ich mit einem Papiertuch auf. Es war ja nicht viel, denn Lucy hatte fast die gesamte Menge abbekommen.

Weil Frisur und Makeup nicht gelitten hatten, dauerte es auch nicht lange bis sie wiederkam. Jetzt trug sie ihr kurzes schwarzes Kleid. Sie wusste ja, dass sie mir darin immer so gut gefiel. Ihre nassen Sachen wollte sie noch im Bad zum Trocknen hinlegen, dann kam sie wieder zu mir und tat so als wenn nichts passiert wäre. Auf meine gestammelte Entschuldigung erwiderte sie nur, „ist doch schon okay“, und streichelte mich.

Liebevoll lächelnd schickte sie mich ins Bad. Schnell war ich fertig und wartete darauf, dass mich Lucy nun holen würde. Dabei fiel mein Blick auf die zum Trocknen ausgelegte Wäsche, die mich an Puppensachen erinnerten, so klein kamen sie mir vor Ich konnte mich nicht beherrschen, ich musste ihren Slip mit den Fingern berühren. Das Gefühl von Seide und die Vorstellung, dass diese hübsche Frau den Slip vor einigen Minuten noch getragen hat, faszinierten mich. Gern hätte ich ihr den Slip sozusagen als Liebespfand entwendet, aber die Vernunft siegte und ich ließ es bleiben. In  die Hand nahm ich ihn aber doch und drückte den Slip etwas theatralisch, vielleicht auch etwas kitschig an mein Herz. Dabei träumte ich von der Lady, die für mich eher eine gute Fee als eine böse Domina ist.

In Gedanken versunken bemerkte ich erst zu spät, dass Lucy zu mir ins Bad kam und mich holen wollte. Um den Slip zurück zu bringen war es zu spät. Was musste sie von mir denken und wie sollte ich erklären, was ich gerade mit ihrer Wäsche machte? Es war schon eine recht fatale Situation und ich schob den Slip schnell unter meine Kleidungsstücke. Nachher könnte ich ihn ja wieder zurücklegen, dachte ich.

Lucy wunderte sich, dass ich so verlegen wurde, ja sogar errötete. Das mit dem Wasser war doch wirklich kein Grund dafür. Aber Frauen müssen einen sechsten Sinn für solche Situationen haben.story-5-2

Sie sah sich im Bad um und vermisste auch gleich ihr Wäschestück. Sofort konnte sie sich eins und eins zusammenaddieren und zog den Slip unter meinen Hosen hervor.  Das war mir natürlich erst recht peinlich. Ärgerlich haute sie mir den Slip links und rechts um die Ohren. Das tat zwar nicht weh, brachte aber ihre ganze Verachtung zum Ausdruck.  Dabei schimpfte sie lautstark: „Willst du mir den Slip klauen um dich zu Hause daran aufzugeilen?“ „Wenn du so etwas brauchst um ihn hochzukriegen gibt es sicher zahlreiche Angebote im Internet. Dort kannst du dir ja einen getragenen Schlüpper kaufen“, gab sie als Ratschlag.

Lucy hatte in ihrem Ärger die gute Erziehung ihrer Mutti vergessen. Ermahnende Worte in ihrer Kindheit wie „so etwas sagt man nicht“, waren ihr im Augenblick völlig egal. Ich versuchte ihr zu erklären, dass ich mich mit ihrem Slip nicht sexuell erregen wollte, sondern nur dabei von ihr träumte.

Lucy hörte gar nicht hin, sie war einfach empört und wütend. „Ab ins Studio“, befahl sie. Meinen Oberkörper drückte sie auf eine Liege und ergriff einen Rohrstock. Ihre Wut gab ihr die Kraft den Rohrstock so kräftig über  meinen Hintern zu ziehen, dass der Schmerz kaum erträglich war. Wie der Leser weiß, hat mich die Lady eigentlich bei jedem Besuch verdroschen, aber das waren meist doch nur Rollenspiele. So wie heute hatte ich sie noch nie erlebt. Sie schlug einfach zu und schimpfte unaufhörlich.

Schon nach wenigen Schlägen hielt ich diese nicht mehr aus und erhob mich aus der gebeugten Haltung. Lucy drosch einfach weiter, es war ihr offensichtlich egal wohin der Rohrstock traf. Es blieb mir nichts weiter übrig als ihr Handgelenk zu ergreifen und ihr den Stock wegzunehmen. Aber es kam noch schlimmer. Durch den Lärm alarmiert sahen nun Lucys Kolleginnen nach uns. Als sie das Studio betraten hörten sie Lucy immer noch schimpfen und sahen mich vor Lucy mit dem Stock in der Hand. Diese Situation mussten diese Frauen natürlich völlig falsch einschätzen. Sie stürmten auf mich zu, ergriffen meine Hände und legten blitzschnell Ledermanschetten an. Die Karabinerhaken klickten an einem Pfahl im Studio ein und so war ich wehrlos diesen aufgeregten Ladies ausgeliefert.

Jede ergriff nun eine Lederpeitsche und nahm seitlich Schlagposition ein. Lucy war verstummt und stammelte nur, als sie die Absicht ihrer Kolleginnen durchschaute, „der hat mir doch gar nichts getan.“  „Jetzt nimm diesen Mistkerl noch in Schutz“, bekam sie zur Antwort. „Was wir gesehen haben hat doch wohl gereicht um den Kerl so zu verdreschen, dass er nie wieder die Hand gegen eine Frau erhebt.“  Zu mir gewandt: „So mein Lieber, jetzt erlebst du Frauenpower und hörst die Engel im Himmel singen.“ Danach holte die erste Lady aus und zog ihre Peitsche kräftig über. Im Wechsel folgte nun Hieb auf Hieb und die beiden Dominas schienen sich noch gegenseitig übertreffen zu wollen. Von weiblicher Güte und Milde, sowie von einem schwachen Geschlecht merkte ich jedenfalls nichts.

In keinem Videoclip habe ich die beiden   Ladies so zuschlagen gesehen und von Zartdominas konnte auch keine Rede sein. Endlich ließen sie von mir ab und mein Hintern brannte wie noch nie vorher. Mit der eindringlichen Warnung, dass es beim nächsten Vergehen Peitschenhiebe auf den Lümmel und Eier geben würde, verließen die beiden Kolleginnen das Studio.

story-5-3Diese Warnung war zwar nicht gerade vornehm ausgedrückt, dafür war sie aber sehr deutlich. Vorher fragten sie aber noch Lucy, was denn eigentlich gewesen wäre, dass Lucy so laut geschimpft hätte. „Och, der wollte mir an die Wäsche und ist zu aufdringlich geworden“, log sie.

Jetzt war ich Lucy aber doch recht dankbar, denn als Schlüpferdieb hätte ich einen Spitznamen bekommen, den ich in diesem Studio nie wieder losgeworden wäre. Es zeigte mir auch, dass ich bei ihr nicht völlig verspielt hatte. Lucy hatte sich jetzt wieder beruhigt und ich versuchte es mit einer Entschuldigung. „Lucy“, sagte ich, „ich will mich bei dir entschuldigen, dass ich deinen Slip in die Hand genommen habe. Ich hätte mir denken können, dass dir das nicht recht und unangenehm ist, aber ich hatte nicht vor, deinen Slip zu stehlen und mich mit ihm sexuell zu erregen.“ „Ist schon okay, ich habe ja auch sofort dorthin gesehen, na du weißt schon, und bemerkt, dass da nichts derartiges im Gange war. Ich glaube dir, dass du es nur in romantischem Überschwang getan hast. Trotzdem bleibt meine Wäsche für dich von nun an  tabu.“

Erleichtert versprach ich das. Jetzt sollte ich mich auf den Bauch legen. „Will sie mir jetzt auch noch den Hintern vollhauen“, fragte ich mich. Mein Bedarf an Dresche war eigentlich mehr als genug gedeckt. Aber Lucy war jetzt doch wieder die liebe und fürsorgliche Frau, die ich immer so mochte. Im Bad hielt sie ein kleines Handtuch unter fließendes kaltes Wasser, anschließend legte sie mir das nasse Handtuch  zur Kühlung auf mein glühendes Hinterteil. „Vielleicht lässt dadurch die Schwellung etwas nach und die blaue Verfärbung wird nicht ganz so schlimm“, meinte sie. Während die Kühlung noch wirken sollte, trat sie an meinen Kopf und streichelte diesen tröstend. Das tat richtig gut und hätte noch einige Zeit so weitergehen können. Aber sie zog dann das Handtuch weg, gab mir einen leichten Klaps und wies mich zum Bad.

Neugierig, aber auch ein kleines bisschen schadenfroh beobachtete sie meinen Gesichtsausdruck als ich mich wieder auf den harten Hocker setzte. Mein leicht schmerzverzerrtes Gesicht entlockte ihr aber nun doch, trotz allem Mitgefühl, ein leichtes Lächeln.

Mehr als bei meinem heutigen Studiobesuch konnte nicht mehr schief gehen. Erst das umgeworfene Glas Wasser, dann der Slip in meinen Händen, den ich nicht mehr rechtzeitig zurücklegen konnte, und schließlich hatten mich auch noch die beiden anderen Ladies mit dem Rohrstock in der Hand erwischt. Mein früherer Wunsch, doch einmal von mehreren Frauen beherrscht  zu werden, wurde heute  realisiert, eigentlich mehr als mir lieb war.

Wieder einmal, besser erzogen als vorher, verabschiedete ich mich von Lady Lucy und freue mich schon auf meinen nächsten Besuch. Sicher wird es dann auch wieder Anlässe zu einer recht handfesten Abreibung geben. Wetten, dass?

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