Diese Geschichte als PDF zum Herunterladen oder Ausdrucken Die Wette (Kurzgeschichte von Max Georg) Wenn wir Männer hübsche Frauen sehen, und Lady Lucy ist ja eine solche, fangen wir unwillkürlich an um deren Gunst regelrecht zu balzen. Mit anderen Worten, wir geben an mit allem was wir haben und aufbieten können. Diese Eigenschaft haben wir bei der Darwinschen Entwicklung in die Menschwerdung hinübergerettet. Bestens geeignet ist hierbei die Errettung der Lady bei einer Gefahr, aber die Möglichkeit dazu ergibt sich nicht allzu oft, jedenfalls nicht ohne selbst in Gefahr zu geraten, und das wollen wir Männer ja nun doch nicht. Es ist heute allgemein auch nicht mehr üblich für die Dame unseres Herzens zu singen, wie die Minnesänger es im Mittelalter taten, aber die Herren der Schöpfung haben dafür doch einiges zu bieten. Auto, Villa und Boot eignen sich hervorragend zur Aufschneiderei. Leider habe ich nur ein Durchschnittseinkommen und das Lotto behandelt mich recht stiefmütterlich. Also mit Luxus ist bei mir nichts. Auch von der Statur her bin ich nicht das was man einen stattlichen Mann nennt. Ich bin gerade mal so groß wie die Lady selber und bei Stöckelabsätzen ist sie um deren Höhe größer als ich. Bei der Konversation bin ich auch nicht so redegewandt, dass Frauen nur noch interessiert zuhören, selbst den Mund halten und kein Wort mehr reden. Nach der Meinung einer Schauspielerin verfügen wir Männer täglich über eine Reserve von 2000 Worten und die sind natürlich schnell verbraucht, vor allem wenn man erst am späten Nachmittag einen Termin bei der Lady hat. „Aber irgendwomit muss ich doch auch mal vor einer schönen Frau glänzen und angeben können“, sagte ich mir. Einmal im Monat habe ich ein Date bei Lady Lucy und sie weiß, dass ich neben ihrer Zärtlichkeit auch recht harte Dresche mit dem Rohrstock oder einer handfesten Peitsche wünsche und auch regelrecht brauche. Zwei Rohrstöcke und einen Blumenstock hatte sie schon auf meinem Hinterteil zerbrochen, aber außer einem „Au“ hin und wieder konnte sie mir keinen Schmerzenslaut entlocken. Das ärgerte sie weil ich ihr schon gesagt hatte, sie solle vor unserem Date besser frühstücken. Ich erlaubte mir auch sonst so manche Frechheit, aber nur kleine, verzeihbare, denke ich. Was hatte sie nicht schon alles versucht damit ich um Gnade betteln würde. Den Rohrstock gewässert, Kochlöffel besorgt und mit diesen den Radetzkymarsch auf meinen Hintern getrommelt. Aber nichts brachte ihr das gewünschte Erfolgserlebnis, und so kam ich doch noch zu meiner Prahlerei.
Dem setzte ich noch die Krone auf. Ich rief sie an und sagte ihr, dass wieder keine Spuren ihrer Hiebe zu sehen wären, ich reklamieren und Nachbesserung verlangen würde. „Der soll mal kommen“, dachte sie, „dann wird er mich mal so richtig kennen lernen.“ Beim nächsten Besuch hatte sie eine Dressurpeitsche parat. Die zog natürlich gewaltig, vor allem der Teil der herumschwingt. Tatsächlich gab ich bei jedem Hieb auch ein „Au“ von mir und das mit schmerzverzerrtem Gesicht. Jetzt hätte sie mir zeigen können wie Frechheit richtig bestraft wird. Aber sie bekam es einfach nicht fertig diese Peitsche kraftvoll überzuziehen. Sie wusste, dass bei falschem Gebrauch die Haut aufplatzen und Narben verursachen könnte. So bin ich auch diesmal fast ohne Spuren davongekommen, was ich ihr natürlich wieder telefonisch aufs Butterbrot schmierte. Jetzt ärgerte sie sich doch über ihre Skrupel und Weichherzigkeit. Was sollte sie nur noch anstellen um diesem Kerl zu zeigen wer Herrin im Hause ist, fragte sie sich. Irgendwann wird sich schon die Gelegenheit finden um diesem Kerl die Großfressigkeit auszutreiben. An einem der Wochenenden fand in Berlin eine SM-Messe statt, bei der viele Utensilien zum Kauf angeboten wurden. Vielleicht kann man dort einiges erwerben, was sich doch als recht brauchbar erweisen könnte. Sie verabredete sich mit zwei ihrer Kolleginnen. Gemeinsam hielten sie nun Ausschau nach Lederkleidung, geeigneten SM-Möbeln und natürlich auch nach Schlaginstrumenten. Lucys Blick fiel auf Rohrstöcke aus Glasfiber, die nach Aussage der Verkäuferin auch nicht kaputt gehen sollten. Der ist doch hervorragend für „Caned Max“ geeignet, dachte sie. Mit „Caned Max“ meinte sie mich, was ich wörtlich mit „verstockter Max“ übersetzen würde. Aber „geprügelter Max“ ist da wohl zutreffender. Übrigens so hatte mich dieses kleine, liebe Luder auch in ihrem Handy gespeichert. Ihre Gedanken teilte sie ihren Kolleginnen mit. Nacheinander ergriffen sie einen solchen Stock, überprüften seine Biegsamkeit und schlugen in die eigene Handfläche, natürlich bei den zarten Frauenhänden nur sanft. Wenn ich eins auf die Finger bekam, hieb Lady Lucy schon ganz anders zu.  Die Ladies waren von der scharf ziehenden Wirkung der Glasfiberstöcke so überzeugt, dass sie gleich zwei Stück für das Studio anschafften. Nun hatten sie mein fassungsloses Gesicht vor ihren Augen, wenn mir Lucy den ersten scharf übergezogenen Hieb damit verabreichen würde. Diese Idee belustigte sie, ja die erwachsenen Frauen kicherten wie alberne Schulmädchen bei der Vorstellung wie ich zappeln und mich winden würde. In ihrem Übermut schlossen die Frauen sogar eine Wette ab, dass bei dem kommenden Date mit mir das Wort „Gnade“ aus meinem Mund deutlich durch die Studiotür zu hören sein müsste. Gewettet wurde um eine Flasche Sekt, die die Ladies bei einem Tag mit Flaute im Studio gemeinsam leeren wollten. Die Frage war nur, wer den Sekt bezahlen muss. Nun wären es keine richtigen Frauen wenn sie nicht noch gute Ratschläge geben und mit vielen Worten kundtun würden. Um das Ergebnis kurz zu fassen, Lucy sollte mich mit Lederriemen an Taille und Schenkeln fixieren. So sollte ich noch genügend Bewegungsfreiheit zum hilflosen Zappeln haben, ohne meinen Hintern wegdrehen zu können. Die Hände sollte sie nicht festbinden. Ich sollte gnädigerweise die Möglichkeit bekommen, mir hin und wieder die glühenden Arschbacken zu reiben und so Erleichterung zu verschaffen. „Frauen sind ja schließlich keine Unmenschen“, meinten sie. Erneutes Gekicher folgte und sie waren sich einig, „na, der wird sich wundern.“ Konnte ich sonst meist das nächste Date mit Lucy kaum erwarten, so zählte Lucy jetzt die Tage bis zu unserem Termin. Auch die Kolleginnen fragten dauernd danach. Sie warteten auf Lucys Bericht, vielleicht könnten sie auch mein Gewinsel um Gnade noch deutlich vernehmen. An meinem Schicksal wurde jedenfalls rege Anteil genommen, wenn auch nicht gerade voll Mitgefühl, sondern mit großem Interesse am Sekt. Endlich war der Tag herangekommen. Vorsichtshalber rief ich noch mal bei der Lady an und erinnerte sie an den Termin. Sie würde den doch nicht vergessen, meinte sie. Sie freue sich schon auf meinen Besuch, sie habe sich gründlich vorbereitet und neue Rohrstöcke parat. Ich erinnerte sie an den letzten Besuch, wo sie mir die Kochlöffel ankündigte. Diese hatten sich dann aber doch als erträglich erwiesen und mir keinesfalls Furcht eingeflößt. Sie soll vorher gut frühstücken und soll viel Zeit einplanen wenn sie vor meinem ersten „Au“ mit dem Schlagen nicht aufhören wolle. Zugegeben, ich nahm den Mund recht voll. Zu voll, wie sich am nächsten Tag herausstellte. Gespannt wie immer ging ich zum Studio. Lucy hatte sich neue Lederkleidung zugelegt und ich hatte schon Bilder von ihr mit den neuen Sachen in ihrer Website entdeckt. Auf den Bildern sah sie schon einfach toll aus, aber im Original übertraf sie noch alle Erwartungen. Sie trug eine neue Korsage, ein Oberteil, einen Rock und Handschuhe mit langem Arm, alles aus weichem, schwarzem Leder. Dazu hatte sie ihre hohen Stiefel an, die weit über ihre Knie hinaus reichen. Lächelnd empfing sie mich, aber ich hatte gleich das Gefühl, dass in ihrem Lächeln heute etwas Besonderes, ja vielleicht sogar Hinterhältiges lag. Sie ließ sich von mir umarmen und meine Hände glitten natürlich über die Lederkleidung hinunter bis zu ihren Schenkeln. Weil sie wusste, dass sie bei mir immer auf der Hut sein musste, hatte sie vorsorglich eine Hundepeitsche dabei, die sie mir auch gleich über meine Finger zog. „Ab ins Bad“, waren ihre Worte, die sie damit verband. Wie immer begann sie ihre Erziehung mit der „Warmhauphase“. Dazu nahm sie diesmal eine mehrstriemige Riemenpeitsche. Ich sollte mich hinknien und sie nahm meinen Kopf zwischen ihre hohen Stiefel. Die Hiebe waren nicht unerträglich, jedenfalls überwog das schöne Gefühl meines Kopfes zwischen ihren Beinen. Nun zeigte sie mir die neuen Stöcke, von denen sie schon bei meinem Anruf gesprochen hatte. Zur Furchteinflößung ließ sie einen der beiden durch die Luft pfeifen und demonstrierte dessen Elastizität. Ich war aber doch nicht sonderlich beeindruckt, denn, wenn es wirklich wehtat, hörte Lucy sicher mit dem Schlagen auf. „In ihrem Inneren ist sie ja doch eine ganz liebe“, dachte ich. Notfalls könnte ich ja auch noch aufspringen und sie in den Arm nehmen. So hätte sie dann keinen Spielraum mehr zum weiten Ausholen für ihre Hiebe.
Jetzt sollte ich mich auf die schwarze Pritsche legen und wunderte mich, wie sie mich mit Ledergurten festschnallte. Als das geschehen war trat sie an meinen Kopf und hob diesen an den Haaren hoch. „Na“, sagte sie“, jetzt werde ich dir mal deine Flausen austreiben. Ich hörte jedoch überhaupt nicht hin, sondern dachte, dass ich jetzt die einmalige Gelegenheit hätte ihren süßen Dominapo anzufassen. Soviel Bewegungsfreiheit hatten meine Hände ja. Die Lady war jedoch wachsam. Allzu oft hatte sie erlebt, wie ich versuchte sie zu überrumpeln um sie dann zu küssen oder zu begrapschen. Bisher war das immer erfolglos geblieben und sollte nach ihrem Willen auch so bleiben. Blitzschnell sprang sie deshalb zurück außer Reichweite. „Jetzt werde ich dich zum Besseren erziehen und dir folgenden Satz regelrecht einbläuen“, sagte sie. „Ich darf meiner Herrin nicht an den Po fassen.“ Diesen Satz wirst du jetzt Silbe für Silbe nachsprechen und zu jeder Silbe gibt es einen Stockhieb zum besseren Einprägen. Also, „ich“, damit zog sie einen Hieb kräftig über. „Ich“, wiederholte ich. Das Wort „darf“ folgte ebenso. Bei „meiner“ folgte ein Doppelhieb. Weil mir nun bei „Herrin“ ein „Au“ entwich, sagte sie „falsch und wir fingen die Prozedur von vorne an. Am Ende des Satzes zwiebelte mein Hintern doch schon gewaltig. Sie gönnte mir jetzt eine Pause und ich durfte meine Backen zur Erleichterung reiben. Bevor sie nun mit einer erneuten Dreschrunde begann, sagte sie: „Großmäulich hast du ja gesagt, dass ich solange schlagen soll bis ein Au von dir kommt. Das machen wir nun. Ich ziehe dir den Stock über bis du laut und deutlich um Gnade bittest. Danach gibt es nur noch drei Hiebe zur Erinnerung. Bei ihrem Prügeln biss ich die Zähne zusammen, aber nach etwa zwölf Hieben konnte ich nicht mehr und sagte „Gnade“. „Da fehlt noch das Zauberwort“, gab sie zur Antwort und hieb wider zu. „Bitte Gnade“, kam es aus meinem Mund. „Lauter, ich habe es nicht verstanden“, forderte sie nach. Ganz laut kam nun „bitte Gnade“ von mir und ich bekam noch die versprochen drei übergezogen. Diesmal hatte mich Lady Lucy doch regelrecht geschafft. Sanft streichelnd und wieder liebevoll lächelnd verabschiedete sie mich wie immer. Fast, denn eins war heute anders. Beim Verlassen des Studios hörte ich noch das Knallen eines Sektkorkens aus dem Aufenthaltsraum der Ladies. |