Nachtgedanken  (Kurzgeschichte von Max Georg) „Nachtgedanken“ - dieses Gedicht von Heinrich Heine lernten viele von uns in der Schule oder mussten es interpretieren. Diesem Dichter gingen nachts die Sorgen um die damaligen Zustände in Deutschland nicht aus dem Kopf. Ich habe auch schlaflose Nächte, aber andere Dinge gehen mir nicht aus dem Sinn. In solchen Nächten denke ich immer an dasselbe. Frauen werden jetzt mit verächtlichem Unterton „Männer“ und „typisch“ denken. Nein, liebe Leserinnen, es ist nicht immer das eine, besser gesagt, ich denke immer an die eine, die Nacht für Nacht durch meinen Kopf geistert. Hierbei sind es nicht bizarre, unscharfe Traumbilder, sondern sie sind klar und deutlich in meinem Kopf, so wie man sie auf den Fotos sehen kann. Mal ist sie eine zauberhafte Domina, mal ein völlig durchnässter Spatz und dann wiederum eine liebevolle Krankenschwester, die mir Tropfen gegen Bauchweh verabreicht. Für meine Schlaflosigkeit müsste ich den Anfang des Gedichts von Heinrich Heine abändern, der dann lauten würde: „denk ich an Lucy in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.“ Meine schreiberischen Fähigkeiten will ich ja nun keinesfalls mit Heinrich Heine vergleichen, aber was für Gedanken mir durch den Kopf gehen? Davon kann sich jeder selbst ein Bild machen. Er braucht nur meine Kurzgeschichten zu lesen. Sieben sind es ja inzwischen auf der Homepage von Lady Lucy. Eine große Story ist noch im Werden, sie folgt noch in einiger Zeit. 
Bekanntlich kommt am Ende von Heinrich Heines Gedicht sein Weib, schön wie der Morgen, und seine Sorgen werden von dieser Frau einfach weggelächelt. Nun ist ja die Lady Lucy auch schön wie ein Morgen, aber mit dem Lächeln klappt es bei ihr um diese Zeit noch nicht so ganz. Nach eigener Aussage ist sie ein Morgenmuffel und kann es um diese Zeit eben noch nicht. Wenn man aber einen Termin vereinbart hat und sie einen empfängt, wird man mit ihrem einzigartigen, schönen Lächeln belohnt. Verglichen damit bringt selbst die Mona Lisa nur ein leichtes Verziehen der Mundwinkel zustande, und damit ist diese ja bereits schon berühmt geworden.  Durch solch ein Lächeln ermuntert nahm ich bei meinem letzten Date die Lady zur Begrüßung in meine Arme und drückte auch gleich meine Wange an die ihre. Hierbei bin ich sehr stürmisch rangegangen, zu stürmisch, denn meine Brille verhakte sich dabei mit ihrem Ohrring. Mir riss es die Brille von der Nase, der Lady zog es so kräftig an ihrem Ohr, so dass das Lächeln dem Schmerz einige Zeit Platz machen musste. Das war natürlich wieder einmal recht fatal und vor Schreck fehlten mir die Worte um Mitgefühl zu äußern. Nicht einmal eine Entschuldigung habe ich gestammelt. Beides habe ich ihr erst nachträglich gemailt. Trotz dieses Missgeschicks habe ich von der Lady keine Dresche bekommen, jedenfalls dafür nicht. Dennoch hatte sie ihre Reitgerte in Reichweite. Sie rechnet bei meinen Besuchen immer mit irgendwelchen kleinen Frechheiten, und das muss sie ja auch. Damit das kleine Unverschämtheiten bleiben will sie mir rechtzeitig eins auf die Finger geben können. Jetzt aber zurück zu meinen Nachtgedanken. Nachts lasse ich meinen Ideen freien Lauf und am darauf folgenden Tag schreibe ich sie dann auf. Aber ganz so schlimm wie in den Geschichten bin ich nun doch in der Wirklichkeit nicht. Nicht umsonst hat Lady Lucy meine Geschichten unter die Überschrift „Wahrheit und Phantasie“ gestellt. Viele meiner kleinen und teilweise größeren Frechheiten gehören in den Phantasiebereich. Nie würde ich eine Frau gegen ihren Willen zu mir ins Bett ziehen wollen, wenn es auch sehr schön sein könnte. Bisher habe ich auch noch keiner Frau einen Slip geklaut. Die in den Stories beschriebene Dresche beruht demgegenüber aber schon auf wahren Erlebnissen. Ich habe nun mal ein Faible für böse Mädchen. Nun ist ja Lady Lucy gerade nicht eine solche, sondern eine ganz liebe. Wenigstens meist, denn meine Grapschversuche bringen sie doch immer wieder in Rage. Anders als beim Gericht ist für sie aber schon die frevlerische Absicht strafbar. Auch braucht sie mir die Absicht nicht erst nachzuweisen, ihr genügt schon ihre Vermutung über meine unerlaubten Absichten. Zwischen Tat, besser Untat und Strafvollzug liegen auch nicht wie bei der Justiz mehrere Jahre, sondern sie schreitet sofort zum Vollzug der angekündigten Strafe. Bei mir ist es immer eine Prügelstrafe, die sie auch nie zur Bewährung aussetzt. Meist gibt es zuerst einmal etwas auf die Finger und das zwiebelt auch schon ganz schön. Danach setzt es was auf den blanken Hintern. Vergebende Gedanken kommen ihr erst wenn der letzte Hieb auch kräftig übergezogen wurde. Nachahmungstäter, so genannte Trittbrettfahrer, seien gewarnt. Lady Lucy zählt derartige Versuche in Zehnerschritten, und so kommen schnell mal 70 bis 100 Hiebe zusammen. Auf die neuen Glasfiberstöcke sei noch ausdrücklich hingewiesen. Deren Wirkung ist recht überzeugend, also recht erziehungswirksam. Zusätzlich kommt noch das wöchentliche Krafttraining der Lady hinzu, so dass die Schmerzgrenze schon nach den ersten Schlägen überschritten wird. Die hinterlassenen Spuren erinnern noch tagelang an Untat und Bestrafung. Allerdings ist es mit der von der Lady beabsichtigten Reue auch bald wieder vorbei.
Aber nicht immer prügelt die Lady gleich drauf los. Manchmal erzieht sie auch einfach verbal oder verzeiht etwas ungestraft, wenn es nicht böse beabsichtigt war. Im Studio kann man sich frisch machen, ja sogar duschen. Aber Zähneputzen gegen schlechten Atem geht nun einmal nicht. Deshalb nehme ich immer auf dem Weg zur Lady einen Kaugummi. Leider vergaß ich diesen einmal aus dem Mund zu nehmen, was sie auch gleich als Unhöflichkeit monierte. Verdroschen hat sie mich aber deswegen nicht.  Anders bei meinem letzten Besuch. Wie immer lächelte sie mich freundlich an, weshalb ich sie auch gleich umarmte. Automatisch glitten meine Hände an ihrer Kleidung herunter und als ich die Haut ihrer Beine spürte glitten die Hände wieder herauf, natürlich unter ihrem Rock. Nur wenige Zentimeter, dann war das Maß für sie voll. „Finger her“, lautete die klare Anweisung. Und darauf gab es etwas mit der Reitgerte, was doch ganz schön zwiebelte. Aber das tat der Lady überhaupt nicht leid. Erstens sieht man in den Handinnenflächen keinerlei Striemen, und zweitens wenn es zu weh tut, soll er doch seine Hände zurückhalten, dachte sie. Das „eins auf die Finger geben“ war noch nicht die Strafe, sondern nur eine Abwehrreaktion um Schlimmeres zu verhindern. Das brachte sie klar zum Ausdruck. Und dann rechnete sie, wobei sie den Zehnern und dem Faktor zwei jeweils Vorrang einräumte. „Du hast meine Beine angegrapscht, das macht 10 Hiebe. Einmal nach unten und dann wieder nach oben unter den Rock ergibt 10 mal 2, das sind 20. Mit beiden Händen geschah das, somit verdoppelt es sich auf 40, und schließlich bist du Wiederholungstäter und deshalb multiplizieren wir das noch einmal mit 2 wegen der besseren Erziehungswirksamkeit. Das ergibt also insgesamt 80 Hiebe mit dem schön elastischen Glasfiberstock auf den blanken Arsch.“ Weil ihre Empörung über mein Verhalten doch so groß war wählte sie diesen drastischen Ausdruck und nicht den gewählter klingenden Begriff „Gesäß“. „Damit du die Erziehungsmaßnahme auch nicht durch Aufspringen unterbrechen kannst werde ich dich mit Lederriemen festschnallen“, kündigte sie die nächste Maßnahme an. Folgsam legte ich mich bäuchlings auf die Pritsche, großzügigerweise reichte sie noch ein Kissen. Damit ich die Dresche auch richtig auskosten kann, begründete sie diesen Service. Mit mehreren Lederriemen fixierte sie Oberkörper und Schenkel. Nun gab es für mich keine Möglichkeit mehr aufzuspringen oder den Hieben auszuweichen. Schließlich schob sie mich mit der Pritsche vor den Spiegel. Ich sollte doch sehen wie sie weit ausholte und dem Glasfiberstock den richtigen Schwung verlieh. Mit dem jeweils von ihr erwünschten mulmigen Gefühl erwartete ich dann das Aufklatschen von jedem der 80 Hiebe. Nun kam doch so etwas wie Reue auf, denn die Schläge zwiebelten gewaltig. Die Schwellungen und bläulichen Verfärbungen, die mehrere Tage deutlich zu sehen waren, legten davon Zeugnis ab, dass dieser Teil meiner Story keinesfalls in den Bereich der Phantasie einzuordnen ist. Lady Lucy wird mir wohl noch so manchen Schlaf rauben. |