LATEX & KLINIK DOMINA  -  RUBBER & CLINIC MISTRESS in Berlin, Germany  

Die Glocke

Die Glocke

Kurzgeschichte von Max Georg

Mit Glocke ist nicht etwa die von Schiller gemeint, obwohl wir gerade den 250. Geburtstag dieses Herrn feiern konnten. Gemeint ist auch eher ein Glöckchen, das bei seiner Herstellung keine in der Erde festgemauerte Form aus gebranntem Lehm brauchte. Es ist auch nur eine kleine Glocke, die an der Wand des Studios hängt.
Aber nun der Reihe nach.glocke-1

Ich brauchte wieder einmal eine kräftige Abreibung  aus den Händen einer Frau. Dazu musste ich mich um ein Date bei Lady Lucy bemühen. Sie würde mir schon eine solche verpassen, und sicher auch einen dazu gehörenden Grund finden, glaubte, besser gesagt, wusste ich.
Einen Termin bekam ich schon für den nächsten Tag. Pünktlich wie immer klingelte ich an der Haustür, schließlich lässt man ja eine Frau nicht warten, schon gar nicht wenn sie eine Domina ist. Es könnte einem ja schlecht bekommen wenn die Lady noch zusätzlich richtig sauer ist. Nun will ich damit nicht behaupten, dass Lady Lucy ein launisches Weib ist. Nein, ich wurde von ihr immer nur lieb lächelnd empfangen. Und wenn sie einen bösen Blick zeigt, den beherrscht sie auch, dann ist es nur gespielt und von kurzer Dauer. Trotzdem kann sie bei ihren Rohrstockhieben auch ganz schön zulangen. In diesen Momenten tut man ihr auch überhaupt nicht leid. Eher zufrieden betrachtet sie dann die Spuren, die sie auf dem männlichen Hinterteil hinterlassen hat. Ein gelegentliches „Aua“ akzeptiert sie, aber ein großes Gejammer mag sie hierbei überhaupt nicht. Da gilt es Zähne zusammenbeißen und tapfer ertragen. Allerdings befinde ich mich dann immer in einem Zwiespalt. „Auas“ und Zucken verkneife ich mir, denn ich will ja in den Augen dieser schönen Frau keinesfalls als Waschlappen oder Weichei dastehen. Andererseits denkt sie vielleicht, dass ihre Schläge nicht wehtäten, und holt noch weiter und kräftiger aus. Somit ist man beim Empfang ihrer Dresche doch jedes Mal hin und her gerissen.

Zum angegebenen Zeitpunkt klingelte ich. Lieb wie immer und mit ihrem einzigartigen Lächeln empfing sie mich, und wir gingen gleich ins Studio, zur kleinen Sitzecke. Dort überreichte ich ihr das erste Exemplar meines Taschenbuches, das sie ja auf ihrer Website angekündigt hatte. Sie selbst hatte den Buchdeckel gestaltet, und so war ihre Neugier natürlich groß, wie es denn in gedruckter Form aussehen und wirken würde. Mir ging es beim Erhalt der Bücher ebenso, obwohl ich inzwischen fast jedes Wort auswendig kenne. Nach dem ersten Blättern und dem Lesen der Widmung, die sie sich redlich verdient hatte, erhob sie sich mit den Worten: „Ab ins Bad und unter die Dusche“. Eigentlich fühlte ich mich ganz sauber, man kommt ja nicht dreckig oder verschwitzt in ein Dominastudio. Na, Frauen haben ja eine empfindlichere Nase und so duschte ich vorsichtshalber doch, aber im Schnellverfahren. Es sollte ja nicht viel Zeit ohne ihre Gegenwart verloren gehen. Aus dem Bad dürfe ich ins Studio gehen, erlaubte sie mir.

Jetzt zeigte sich aber, dass eine Domina auch nur eine Frau mit all ihren Schwächen ist. Die größte Schwäche der Frauen ist ja nun mal ihr starkes Redebedürfnis, mit und ohne Telefon. Wenn dann noch zwei Frauen zusammen sind, füllt die eine die Redeunterbrechung der anderen immer genau aus. Das Zeitgefühl wird ausgeschaltet und alles andere wird vergessen. So war es offensichtlich auch gerade bei Lady Lucy und ihrer Kollegin.
Lange wartete ich schon, sie kam einfach nicht. Sollte ich die Tür einen Spalt öffnen und nach ihr rufen? Das wagte ich nicht, denn es konnte ja ein anderer Gast im Flur sein, den ich nicht gehört hatte. Es konnte so richtig Ärger geben, nicht nur mit Lady Lucy.

So sah ich mich im Studio etwas um und entdeckte die kleinen Glocken an der Wand. Eine davon nahm ich und ließ die so laut erklingen, dass man es auch noch im Aufenthaltsraum der Ladies hören musste. Sie hörten es auch, wunderten sich, vermuteten aber, dass das Geräusch von der Straße herkäme. Allerdings war vom Fenster aus nichts zu sehen, kein Händler, der irgendetwas verkaufen wollte.
Jetzt erinnerte sich die Lady aber doch daran, dass da ein Sklave im Studio auf sie wartete. Endlich öffnete sich die Studiotür und die Lady trat ein. Als sie mich mit der Glocke in der Hand sah fiel es ihr wie Schuppen von den Augen. „Der Kerl hat es doch tatsächlich gewagt nach seiner Herrin zu läuten“, dachte sie.  Ihre Empörung hierüber war so groß, dass sie, jetzt gar nicht mehr gesprächig, nur ein einziges Wort sagte: „fünfundzwanzig“. Dabei sah sie mich mit strengem Blick an. Auch wenn ihr Blick nur gespielt ist, die Dresche, die sie mir jetzt verpasst, ist echt und tut bestimmt weh, glaubte ich. Um nicht unnötig Zeit zu verlieren hielt sie sich ja auch gar nicht erst mit einer Vorwärmphase auf.

Für meinen Hinweis, dass es sechsundzwanzig gewesen wären und sie damit geschummelt hätte, bekam ich noch drei Hiebe extra, die sie auch extra kräftig durchzog. Kritikempfindlich ist die Lady offensichtlich also doch.
Nach diesen nun 29 Hieben mit einem Rohrstock, den sie vorsorglich gewässert hatte, lächelte sie wieder, aber hierbei konnte sie einen kleinen Anteil Schadenfreude doch nicht unterdrücken.
Nun sollte sie mir aber doch die Anwendung des Glöckchens erklären. Ich nahm an, sie würden um den Hals gehängt und der Sklave dann im Studio umhergeführt werden. Vom Schweinetreiben hatte ich schon ein Video gesehen, auch von Hundeerziehung hatte ich schon gehört. Aber mit einer Glocke um den Hals? Das sieht man doch nur bei den Kühen in Oberbayern. Von Kühetreiben in einem Dominastudio hatte ich bisher noch nichts gehört.

glocke-2Ohne viele Worte legte mir Lady Lucy nun ein Hundehalsband an und eine Leine, besser gesagt Hundekette an. Mit dem Halsband hatte die Lady nun alle Hände voll zu tun, und ich meine Hände frei. Man wird sich leicht vorstellen können, dass die Lady ihre Tätigkeit erst einmal unterbrechen und mir eins auf die Finger geben musste. Hierbei zeigte sie sich aber doch von ihrer weichherzigen Seite. Für ihre Hiebe hätte sie ja die Kettenseite wählen können; der Karabinerhaken hätte sicher eine äußerst schmerzhafte Wirkung erzielt. Aber ich bekam „nur“ den Ledergriff in beiden Handflächen zu spüren. Fürs erste war Disziplin durchgesetzt und sie konnte jetzt ungestört Halsband und Kette anlegen.  Jetzt kam die Glocke an die Reihe, aber sie brachte diese nicht am Hals, sondern wesentlich tiefer an.

Wenn zarte Frauenhände dort aktiv und tätig werden, so weckt das natürlich Begehrlichkeiten. In der Gier entstand Feuchtigkeit, und die Lady musste einen Kondom überstreifen. Schließlich sollte ich ja nicht Spuren meiner DNA überall im Studio hinterlassen. Als alles erledigt war führte sie mich an der Leine herum, aber irgendwie war das langweilig. Auch habe ich nicht mitbekommen ob nun das Glöckchen klingen oder keinesfalls einen Ton  von sich geben sollte.
Die Lady war auch der Meinung, dass sie die verbleibende Zeit besser zur Erziehung nutzen sollte. Schnell entfernte sie deshalb Halsband und Glöckchen.

Sie war nämlich jetzt der Meinung, dass eine recht handfeste Züchtigung zu meiner Besserung angebrachter wäre. Bei den vielen Dates hätte sie sich doch immer bemüht mir beizubringen, was ich tun soll und vor allem was ich gefälligst zu unterlassen hätte. Deshalb sollte ich heute auch gleich mit drei Sinnen ihre Erziehung verinnerlichen. Ich sollte mich mit Blick zum Spiegel hinknien. So würde ich die Hiebe spüren, das Pfeifen und Klatschen des Rohrstocks hören und nun auch sehen wie sie weit ausholt und den Rohrstock überzieht.
Dazu stellte sie sich breitbeinig vor mich hin, stemmte eine Hand in die Seite und mit der anderen schlug sie an den Schaft ihres Stiefels. Das stimmte natürlich auf die kommende Abstrafung ein. Aber es verfehlte doch seine Wirkung weil ich durch ihre Beine hindurch im Spiegel aus meiner Position heraus ihren süßen Po betrachten konnte. Dazu war ja ihr Kleid kurz genug. So rauschten ihre ermahnenden Worte an meinen Ohren einfach vorbei.

Als sie ihre Gardinenpredigt beendet hatte kam sie einen Schritt auf mich zu und steckte meinen Kopf zwischen ihre Schenkel. „Zweimal 25, nach den ersten 25 gibt es eine kurze Pause“, kündigte sie noch an. Mit meinen Armen umfasste ich gerade noch ihre Stiefel und schon holte sie weit aus. Dann traf mich auch schon der erste ihrer 25 Hiebe. Der zog aber und gerne hätte ich jetzt etwas gehabt worauf ich beißen konnte. Aber ich hatte dafür nur Ober- und Unterkiefer zur Verfügung. Weil ich einer Frau den Triumph nicht  gönne biss ich die Zähne zusammen und zeigte keinerlei Reaktion auf ihre Schläge, die aber doch ganz schön wehtaten. 

Was ich anfangs befürchtet hatte trat nun doch ein. Die Lady glaubte, dass ich ihre Hiebe zu wenig spüren würde, weshalb sie das Studio kurz verließ und mit einem der flexiblen Glasfiberstöcke zurückkehrte. Nun musste ich die Suppe, die ich mir selbst eingebrockt hatte, auch auslöffeln. Ganz ohne Schmerzlautäußerungen  ging es bei den zweiten 25 nun nicht mehr, aber vor der Lady blamiert habe ich mich auch nicht.

Am Ende der Sitzung wurden alle kleinen Sünden vergeben. Nie wieder werde ich nach meiner Herrin läuten, versprach ich.
Wenn sie mich wieder warten lässt wähle ich einfach ihre Telefonnummer mit meinem Handy. Dafür werde ich sicher wieder verdroschen werden, aber was soll es, Dresche kriege ich ja sowieso. Da bin ich mir ganz sicher.
 

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